Die Polyvagaltheorie von Dr. Stephen Porges beschreibt drei verschiedene Zustände unseres autonomen Nervensystems, die je nach Situation aufgrund von Sinneseindrücken oder Gedanken aktiviert werden.
Dabei hat unser Körper bzw. unser Unterbewusstsein deutlich mehr Einfluss auf unser Erleben als unser Verstand. Unser Körperzustand bestimmt maßgeblich, wie wir die Welt, andere Menschen und die Zukunft wahrnehmen.
Im ventralen Vagus fühlen wir uns sicher, verbunden und in Kontakt mit der Realität. Wir sehen vieles klarer, positiver und realistischer. Die Welt ist in Ordnung.
Im Sympathikus erleben wir Gefahr. Die Welt und die Menschen wirken gegen uns, die Zukunft ist negativ, wir gehen in Kampf oder Flucht.
Im dorsalen Vagus erleben wir Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht und alles wirkt negativ und sinnlos.
Deshalb ist es wichtig, immer wieder in sich hineinzuspüren:
Wie geht es meinem Körper gerade? Was empfinde ich? Was fühle ich? Welche Gedanken tauchen auf?
Für Ehrliches Mitteilen braucht unser Nervensystem Sicherheit, Achtsamkeit und einen möglichst entspannten Körperzustand. Unter Gefahr oder Lebensgefahr ist soziale Verbindung oft nur eingeschränkt möglich, weil das System für soziale Interaktion heruntergefahren ist.
